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News-Splitter (13.07.2018)


Eine krisensichere Bank

Besteht jeden Stresstest: die neue Bank
Besteht jeden Stresstest: die neue Bank

Die Arena am Jacobsberg erfuhr kürzlich eine Invasion arbeitswütiger Handwerker. In geschlossener Formation rückten die mit diversen Gerätschaften bewaffneten Männer den alten Holzverschlägen, die bisher ihren Dienst als Trainer- und Auswechselbank verrichtet hatten, zu Leibe. Viele Jahre standen sie dem Kunstrasenplatz am Hastedter Osterdeich treu zur Seite, doch nun mussten sie weichen. Neue Bänke wurden errichtet, größer, heller, mit mehr Platz für Spieler, Trainer, Betreuer und stehfaules Liveticker-Personal. Die neue Bank ist absolut krisensicher, bestand bisher jeden Stresstest und besticht durch die Tatsache dass für das hier tätige Personal keine Krawattenpflicht gilt.


Ein Schiedsrichter hält die Hand auf

Hastedts Schiedsrichter-Betreuer Sören John (zweiter von rechts)
Hastedts Schiedsrichter-Betreuer Sören John (zweiter von rechts)

Unser Schiedsrichter Sören John ist absolut korruptionsresistent, Bestechungsangebote perlen an ihm ab wie Öl an einer Teflon-Pfanne. Doch als er kürzlich zusammen mit vielen anderen Referees vom Bremer Fußball-Verband (BFV) eingeladen wurde hielt der gute Mann trotzdem gerne die Hand auf. Denn der BFV spendierte in Kooperation mit Sport Böckmann jedem seiner Mitgliedsvereine für jeden gemeldeten Schiedsrichter je einen Gutschein für Kleidung und Ausrüstung. Das heißt: Trikots, Hosen und Stutzen für lau. Insgesamt 445 solcher Gutscheine hat der BFV im Rahmen dieser Aktion verteilt. Klingt nach viel, ist aber wenig: wie in ganz Deutschland herrscht auch in Bremen ein trauriger Mangel an Schiedsrichtern.

Übrigens: beim DFB-Pokal-Spiel gegen Borussia Mönchengladbach wird Sören John als Betreuer für das anreisende Schiedsrichter-Team des DFB fungieren.


Eine dreieckige Freundschaftsgeste

From Hastedt with love: der Pokal-Wimpel
From Hastedt with love: der Pokal-Wimpel

Es ist eine schöne Tradition dass die Mannschaftskapitäne vor wichtigen Spielen einen Teamwimpel austauschen, als Zeichen der Freundschaft, des Respekts und dass man Dreiecke mag. Auch der BSC Hastedt möchte diesen netten Brauch pflegen und hat daher für das Heimspiel im DFB-Pokal gegen Borussia Mönchengladbach ebenfalls einen solchen Wimpel in Auftrag gegeben. Das Dreieck besticht durch ein sattes blau, welches mit dem warmen gelb des Hastedt-Logos wunderschön harmoniert.

Devotionalien-Sammler sollten sich übrigens keine Hoffnungen machen: von diesem Wimpel wird nur eine äußerst kleine Stückzahl produziert werden, die allesamt an hochrangige Vertreter des BSC Hastedt und Borussia Mönchengladbach vergeben werden. Er wird definitiv nicht käuflich zu erwerben sein.


Eine umgewertete Umwertung

Sahin Karaarslan, Trainer der 2. Herren, auf einem Bolzplatz in der westfälischen Provinz. Das Foto wurde dreist von seinem Facebook-Profil geklaut.
Sahin Karaarslan, Trainer der 2. Herren, auf einem Bolzplatz in der westfälischen Provinz. Das Foto wurde dreist von seinem Facebook-Profil geklaut.

Das letzte Saisonspiel der zweiten Herren des BSC Hastedt beim TSV Grolland III gewann das Team von Trainer Sahin Karaarslan mit 2:1. Das bedeutete: Vizemeisterschaft in der 2. Kreisklasse und damit der Aufstieg in die 1. Kreisklasse.

Doch nach dem Spiel der Frust: das Spiel wurde vom Verband nachträglich als 5:0-Sieg für Grolland gewertet. Der Vorwurf: Ridvan Sahin, der eigentlich zum Kader der ersten Herren gehört und an diesem Tag in der "Zwoten" aushalf, sei gar nicht spielberechtigt gewesen. Denn wenn ein Spieler im letzten Pflichtspiel einer höheren Mannschaft eingesetzt worden war darf er danach in einem Pflichtspiel einer niedrigeren Mannschaft nicht mehr spielen. So regelt es § 13 Abs. 4 der Spielordnung des Bremer Fußball-Verbandes.

Was der anonyme Hinweisgeber und auch der Verband dabei nicht beachteten: der 6:3-Sieg des BSC Hastedt gegen die SG Aumund-Vegesack am letzten Spieltag der Bremen-Liga, bei dem auch Ridvan Sahin zum Einsatz kam, war gar nicht das letzte Pflichtspiel der ersten Herren. Neun Tage später absolvierte Hastedt bekanntermaßen das Lotto-Pokal-Finale gegen den Blumenthaler SV, was auch als Pflichtspiel gilt. Und bei diesem größten Triumph in der Hastedter Vereinsgeschichte war Ridvan Sahin nicht einmal im Kader, sein Einsatz bei den zweiten Herren einen knappen Monat später also regelkonform. Hastedt legte Einspruch gegen die Umwertung ein. Diesem Einspruch wurde stattgegeben und Hastedt II hat seine Vizemeisterschaft zurück.

Übrigens: auch als Dritter wäre man in die 1. Kreisklasse aufgestiegen. Im Jahr zuvor hatten sich dort nämlich so viele Teams vom Spielbetrieb zurückgezogen oder waren gestrichen worden, dass die Liga nun "aufgefüllt" werden muss.