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B-Junioren stürmen ins Pokal-Viertelfinale

Die U17 des BSC Hastedt hat sich im Achtelfinale des Bremer B-Junioren-Pokals mit 4:2 gegen den JFV Bremen durchgesetzt. Vor allem dank einer konzentrierten Defensivleistung in der zweiten Halbzeit gelang der Sprung in die Runde der letzten acht Mannschaften.


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Schock zu Beginn, Jubel am Ende

Die B-Junioren des BSC Hastedt und des JFV Bremen sind einander nicht unbekannt, schließlich spielen beide Mannschaften in der U17-Verbandsliga, der höchsten Bremer Liga in dieser Altersklasse. In der aktuellen Saison trafen diese beiden Teams schon einmal aufeinander: am 25. August gelang dem BSC ebenfalls am Jakobsberg ein 4:2-Heimsieg (Tore durch Kaan Karagöz, Anis Flifel, Til Sonnewald und Fabio Leschinsky Rosales). Das war am zweiten Spieltag der Winterrunde, seitdem gab es bei beiden Mannschaften einen etwas unterschiedlichen Saisonverlauf. Während der BSC Hastedt aus zehn Spielen fünf Siege und zwei Unentschieden holte gelang dem JFV ganze acht Siege, sodass nun vor dem letzten Spieltag der JFV an der Tabellenspitze steht, während der BSC Hastedt auf Rang fünf liegt und mit Auf- und Abstieg nichts mehr zu tun hat.

Angesichts dieser kleinen Vorgeschichte war es schwer vor dieser Partie einen eindeutigen Favoriten zu bestimmen. Fast stand nur, dass die B-Junioren des JFV Bremen, die übrigens vom Ex-Bundesligaprofi Sören Seidel (u.a. Werder Bremen, Hannover 96 und MSV Duisburg) trainiert werden, sich nur allzu gerne für die Niederlage in der Verbandsliga revangiert hätten. Und zu Beginn des Spiels sah es fast danach aus als ob den Gästen dieses Vorhaben gelingen würde: eine kleine Unachtsamkeit in der Hastedter Defensive brachte den JFV Bremen in Person von Dustin Beller mit 0:1 in Führung (4. Minute). Diesen Patzer wollte das Team von BSC-Trainer Karl Jäger, der ab 1. Januar auch als Spieler bei den ersten Herren in der Stark Bremen-Liga aktiv sein wird, natürlich nicht auf sich sitzen lassen. Was nun folgte war eine Gala-Auftritt von Stürmer Moritz Mücke: flink und wendig wie sein Namensvetter aus dem Tierreich wuselte sich der Hastedter Angreifer in der 8. Minute durch die gegnerischen Defensivverbände und erzielte die Tore zum 1:1 und 2:1 - innerhalb von nur einer einzigen Minute! Aber auch diese Führung hatte nicht lange Bestand: Dustin Beller hatte seinen Torhunger offenbar nicht nicht ganz gestillt und erzielte mit seinem zweiten Treffer den 2:2-Ausgleich (13. Minute). Nachdem die gut 50 Zuschauer mit satten vier Toren innerhalb der ersten Viertelstunde verwöhnt worden waren folgte nun Magerkost. Beide Mannschaften standen defensiv nun kompakter und effizienter, sodass bis zum Halbzeitpfiff keine weiteren Tore fielen.

Wie die erste Hälfte endete, so begann auch die zweite. Beide Mannschaften gelangten nur selten gefährlich in den gegnerischen Strafraum, doch mit der Zeit erspielte sich der BSC Hastedt leichte Feldvorteile und mehr Ballbesitz. In der 51. Minute dann ein Schock: Doppeltorschütze Moritz Mücke verletzte sich in einem Zweikampf und konnte nicht mehr weiter spielen, für ihn kam Anis Flifel in die Partie. Der von Hastedt aufgebaute Druck auf die gegnerischen Reihen machte sich schließlich auch bezahlt: in der 63. Minute entstand nach einem Eckball großes Gewühl im Strafraum des JFV Bremen; Fabio Leschinsky Rosales profitierte von dem Gewühl und drückte den Ball zur 3:2 für den BSC über die Linie. Nur vier Minuten später stach dann der Joker: Anis Flifel traf zum 4:2-Endstand und machte so den Hastedter Jubel perfekt.

Unmittelbar nach dem Schlußpfiff durch Schiedsrichter Bilal Souaieh, der sich während des Spiels zahlreiche meist eher unqualifizierte Zwischenrufe aus dem Publikum gefallen lassen musste, stoben die Spieler plötzlich zu einem klassischen Rudel zusammen, es wurde hektisch und laut gestikuliert. Dem Autoren dieser Zeilen ist nicht bekannt wer hier wen womit provoziert hat und es ist ihm auch herzlich egal. Denn solche überflüssigen Szenen trüben einen ansonsten schönen Fußball-Nachmittag leider doch. Bedauerlich dass den "Kleinen" solch dämliches Verhalten Wochenende für Wochenende durch die "Großen" vorgelebt wird.

Im Viertelfinale des Bremer B-Junioren-Pokals stehen Gegner, Spielort und Termin noch nicht fest. Als Gegner kommen der TuS Komet Arsten (gewann sein Viertelfinale mit 5:2 beim SV Lemwerder), der Blumenthaler SV (setzte sich mit 9:2  gegen den JFV Weyhe-Stuhr durch) und der FC Oberneuland (gewann nach einem 3:3-Unentschieden mit 4:3 im Elfmeterschießen gegen den FC Union 60 Bremen) in Frage. Alle diese drei möglichen Gegner spielen wie der BSC Hastedt in der U17-Verbandsliga. Hinzu kommen noch die B-Junioren des SV Werder Bremen und des SC Borgfeld (beide U17-Bundesliga Nord/Nordost) sowie von TuSpo Surheide (Regionalliga Nord) und vom JFV Bremerhaven (ebenfalls Verbandsliga).


Spiel-Statistik

BSC HASTEDT – JFV BREMEN . . . . . 4:2 (2:2)

0:1_ Dustin Beller (4')

1:1_ Moritz Mücke (8')

2:1_ Moritz Mücke (8')

2:2_ Dustin Beller (13')

3:2_ Fabio Leschinsky Rosales (63')

4:2_ Anis Flifel (67')

 

BSC Hastedt: Sebastian Sokolowski Patino – Abraham Windster, Dayton Appiah, Jakob Rautenberg ©, Ben Schnitzler, Julien David Jäger (77' Hussein Hachem), Luis Kremming, Til Sonnewald, Moritz Mücke (51' Anis Flifel), Kaan Karagöz, Fabio Leschinsky Rosales. – Trainer: Karl Jäger.

JFV Bremen: Mattis Meißner – Jan-Peter Spengemann, Vincent Stute, Tjorven Ole Bruns ©, Matteo Müller, Leon Föge, Nikolas Doye (55' Zejnedin Okanovic), Lennard Richter, Vrankas Xhavit, Nico Schultz (63' Ludwig-Maximilian Schlätzer), Dustin Beller (71' Jonas Freye). – Trainer: Sören Seidel.

Nicht eingesetzte Reservespieler: Aike Bensmann, Hassan Ezzeddine, Chidi Ibeh, Jerry Iyke, Augustin Lavik – Batuhan Celik, Leonardo Cristescu, Williams Lewisgton Noukpetor, Paul Knoch.

 

Schiedsrichter: Bilal Souaieh. – Schiedsrichter-Assistenten: keine.

Gelbe Karten: Moritz Mücke, Anis Flifel – Matteo Müller. – Gelb-Rote Karten: keine. – Rote Karten: keine.


Fotos vom Spiel:


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